Was der Provider-Router wirklich leistet – und wo Schluss ist
Der Router, der mit dem Internetanschluss mitgeliefert wird, bringt eine Firewall-Funktion mit, die eingehenden Datenverkehr nach Adresse und Port filtert und unaufgeforderte Verbindungen von außen blockiert. Für ein einzelnes flaches Netz, in dem alle Geräte einander vertrauen dürfen, reicht dieser Schutz gegen die naheliegendsten Angriffe von außen aus.
Was die meisten Provider-Router nicht können, ist Datenverkehr zwischen mehreren eigenen Netzbereichen zu kontrollieren – sie sind für ein Netz gebaut, nicht für mehrere getrennte Bereiche mit eigenen Regeln. Auch eine Prüfung, welche Anwendung tatsächlich hinter einer Verbindung steckt, oder eine Erkennung ungewöhnlicher Muster im Datenverkehr gehört meist nicht zum Funktionsumfang. Das ist keine Einschränkung durch billige Geräte, sondern der Zweck, für den ein Provider-Router konstruiert ist: einen Internetanschluss bereitstellen, keine Sicherheitsarchitektur betreiben.
- Filtert eingehenden Verkehr nach Adresse und Port, meist ohne Anwendungserkennung
- Baut in der Regel ein einziges flaches Netz auf, keine getrennten Sicherheitszonen
- Konfiguration über eine einfache Weboberfläche, ausgelegt für Privathaushalte und Kleinstbüros