Netzwerksegmentierung
Auch bekannt als: VLAN · Netzsegmentierung
Netzwerksegmentierung teilt ein Firmennetz in mehrere getrennte Bereiche, damit ein Problem in einem Bereich nicht auf die anderen übergreift.
Netzwerksegmentierung teilt ein zusammenhängendes Netz in mehrere kleinere, technisch getrennte Bereiche auf, meist mit sogenannten VLANs nach dem Standard IEEE 802.1Q. Ohne Segmentierung sieht jedes Gerät im Netz grundsätzlich jedes andere Gerät im selben Netz. Der Zweck ist, Bereiche mit unterschiedlichem Schutzbedarf – etwa Büro, Produktion und Gäste-WLAN – voneinander abzuschotten.
In der Praxis bekommt jeder Bereich ein eigenes VLAN, das über die Firewall oder einen verwalteten Switch nur die Verbindungen zulässt, die tatsächlich gebraucht werden. Im Büro genügt meist ein gemeinsames Netz für Arbeitsplätze, Drucker und WLAN. In der Produktion sind die Folgen eines Problems im gemeinsamen Netz deutlich größer: Eine infizierte Büro-Notebook-Freigabe darf nicht dieselbe Broadcast-Domäne erreichen wie die Steuerung einer Maschine.
Ein häufiger Fehler ist, Segmentierung nur auf dem Papier zu planen, ohne die Regeln zwischen den Segmenten tatsächlich in Firewall oder Switch umzusetzen – dann bestehen die VLANs zwar, aber jede Verbindung zwischen ihnen ist trotzdem offen. Ebenso häufig wird ein neues Gerät versehentlich in das falsche VLAN gehängt, weil ein Netzwerkport nicht eindeutig zugeordnet war.
Was das im Betrieb heißt
In vielen KMU-Betrieben hängen Büronetz, Gäste-WLAN und Maschinensteuerung noch im selben Netz, weil das Netzwerk historisch gewachsen ist und nie geplant wurde. Das lässt sich meist daran erkennen, dass ein Notebook im Büro dieselbe IP-Adress-Familie hat wie eine Produktionsmaschine. NDVDL plant Netzwerksegmentierung für Betriebe, in denen Büro, Produktion und Gästezugang bisher nicht getrennt sind.
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