Backup & Verfügbarkeit

RTO (Recovery Time Objective)

Auch bekannt als: Wiederherstellungszeit

Kurz erklärt

Der RTO gibt vor, wie viel Zeit nach einem Ausfall maximal vergehen darf, bis ein System wieder läuft.

Der RTO (Recovery Time Objective) legt fest, wie lange ein System nach einem Ausfall maximal stillstehen darf, bevor es wiederhergestellt sein muss. Er existiert, weil nicht jedes System gleich dringend ist - die Kassensoftware im Verkauf hat einen anderen Zeitdruck als ein internes Archiv, das einmal im Monat gebraucht wird.

In der Praxis wird der RTO pro System festgelegt, zum Beispiel: der Auftragsserver muss binnen vier Stunden wieder laufen, das Archiv darf auch zwei Tage stehen. Diese Vorgabe bestimmt direkt, welche technische Lösung nötig ist - ein Standby-Server, der automatisch übernimmt, oder ein Backup, das man erst einspielen muss.

Der häufigste Fehler ist, den RTO nie festzulegen und sich erst im Ausfall zu fragen, wie lange man eigentlich Zeit hat. Ein Beispiel zur Abgrenzung: RTO ist die Zeit bis zur Wiederherstellung, also wie lange der Betrieb steht, RPO ist der Datenverlust bis zum letzten Sicherungspunkt, also wie viel verloren geht - die beiden werden regelmäßig verwechselt.

Was das im Betrieb heißt

Für einen Betrieb heißt das: Ohne festgelegten RTO weiß im Ernstfall niemand, ob eine Wiederherstellung über Nacht ausreicht oder ob binnen einer Stunde produziert werden muss. NDVDL legt RTO-Werte gemeinsam mit dem Betrieb System für System fest, bevor eine Backup- oder Notfalllösung geplant wird.

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