Passkey
Auch bekannt als: FIDO2/WebAuthn-Anmeldung
Ein Passkey ist ein an ein Gerät gebundener kryptografischer Schlüssel, mit dem man sich per Biometrie oder PIN anmeldet, ganz ohne Passwort.
Ein Passkey ersetzt das Passwort durch ein Schlüsselpaar nach dem FIDO2/WebAuthn-Standard: Ein privater Schlüssel bleibt sicher auf dem Gerät gespeichert, ein öffentlicher Schlüssel liegt beim Anbieter. Bei der Anmeldung beweist das Gerät mit dem privaten Schlüssel, dass es sich um den richtigen Nutzer handelt, freigegeben durch Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Geräte-PIN.
In der Praxis reicht bei einem Dienst, der Passkeys unterstützt, ein Fingerabdruck oder Blick auf die Kamera anstelle der Passworteingabe. Der Passkey ist zusätzlich an die genaue Internetadresse des Dienstes gebunden, für den er erstellt wurde, und funktioniert bei keiner anderen Adresse, selbst wenn diese identisch aussieht.
Genau diese Bindung an die richtige Adresse macht Passkeys zum bislang wirksamsten Fortschritt gegen Phishing: Eine gefälschte Anmeldeseite kann einen Passkey nicht abgreifen. Ein verbreiteter Irrtum ist, Passkeys mit einem gespeicherten Browser-Passwort zu verwechseln – ein Passkey verlässt das Gerät nie.
Was das im Betrieb heißt
Für einen Betrieb bedeutet die Umstellung auf Passkeys, dass unterstützte Zugänge gegen die häufigste Angriffsform überhaupt – gestohlene oder erschwindelte Passwörter – deutlich widerstandsfähiger werden. Ein Hinweis darauf, dass hier Potenzial liegt, ist ein Betrieb, in dem wichtige Dienste noch ausschließlich mit Passwort gesichert sind, obwohl der Anbieter Passkeys bereits anbietet. NDVDL berät, wo sich die Umstellung auf Passkeys zuerst lohnt.
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