EDR
Auch bekannt als: Endpoint Detection and Response
EDR (Endpoint Detection and Response) überwacht Endgeräte laufend auf verdächtiges Verhalten und kann Angriffe direkt am Gerät stoppen.
Klassischer Virenschutz erkennt Schadsoftware anhand bekannter Signaturen und schlägt Alarm, wenn eine Datei zu einer bekannten Bedrohung passt. EDR (Endpoint Detection and Response) geht einen Schritt weiter: Es beobachtet laufend, was auf einem Endgerät passiert – welche Prozesse starten, welche Dateien verändert werden, welche Verbindungen aufgebaut werden – und erkennt auch unbekannte Angriffe anhand ihres Verhaltens.
In der Praxis läuft auf jedem Notebook, Server und mitunter auch mobilen Gerät ein Agent, der diese Aktivität protokolliert und an eine zentrale Auswertung meldet. Erkennt das System ein verdächtiges Muster, etwa ein Programm, das plötzlich beginnt, Dateien massenhaft zu verschlüsseln, kann es das betroffene Gerät automatisch vom Netz trennen und den Vorgang stoppen, bevor sich der Schaden ausbreitet. Sicherheitsverantwortliche können im Nachhinein genau nachvollziehen, wie ein Angriff begonnen hat.
Ein verbreiteter Irrtum ist, EDR mit klassischem Virenschutz gleichzusetzen oder anzunehmen, dass eines das andere ersetzt – in der Praxis ergänzen sich beide. Ein EDR-System, dessen Meldungen niemand auswertet, bietet keinen besseren Schutz als gar keines.
Was das im Betrieb heißt
Für einen KMU-Betrieb macht EDR vor allem auf Servern und den Geräten von Mitarbeitenden mit Zugriff auf sensible Daten einen Unterschied, weil es Angriffe erkennt, die klassischer Virenschutz übersieht. Ein Anzeichen dafür, dass es fehlt, ist, wenn eine Infektion erst auffällt, wenn bereits Daten verschlüsselt oder abgeflossen sind. NDVDL richtet EDR auf Endgeräten ein und bindet die Auswertung der Meldungen in die laufende Betreuung ein.
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