Redundanz
Auch bekannt als: Ausfallsicherheit · Failover
Redundanz bezeichnet die doppelte oder mehrfache Auslegung einer kritischen Komponente, damit der Ausfall eines einzelnen Teils den Betrieb nicht unterbricht.
Redundanz bedeutet, dass eine kritische Komponente nicht nur einmal, sondern doppelt oder mehrfach vorhanden ist, sodass beim Ausfall eines Teils ein anderes automatisch oder mit wenig Aufwand übernimmt. Sie existiert, weil einzelne Komponenten wie Festplatten, Netzteile oder Internetleitungen früher oder später ausfallen und ein Betrieb ohne Ausweichmöglichkeit dann komplett steht.
In der Praxis zeigt sich Redundanz zum Beispiel bei RAID-Systemen, bei denen Daten so auf mehrere Festplatten verteilt werden, dass RAID 5 den Ausfall einer einzelnen Platte verkraftet, ohne Daten zu verlieren, oder bei zwei unabhängigen Internetanschlüssen verschiedener Anbieter, zwischen denen automatisch umgeschaltet wird. Auch doppelt ausgelegte Netzteile in einem Server oder zwei Switches, die dieselbe Aufgabe übernehmen können, sind gängige Formen.
Ein häufiger Fehler ist Scheinredundanz: zwei Internetleitungen, die aber über dasselbe Kabel im selben Graben ins Gebäude kommen, oder zwei USV, die an derselben Sicherung hängen. Echte Redundanz setzt voraus, dass die Komponenten tatsächlich unabhängig voneinander ausfallen können.
Was das im Betrieb heißt
Fehlende Redundanz zeigt sich meist erst, wenn genau die eine Festplatte, Leitung oder Komponente ausfällt, die keinen Ersatz hat, und der Betrieb dadurch stillsteht. NDVDL legt bei Serverraum-Projekten Wert darauf, wo echte Redundanz sinnvoll ist und wo sie den Aufwand nicht rechtfertigt.
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